26.11. 2025

Barbados, endlich. Von meinen 6 Seetagen lest ihr noch bei Gran Canaria. 

Heute endlich wieder Land unter den Pfoten. 

Wir machen heute eine Inselrundfahrt. Mal schauen, was das wird. Ist das unser Bus oder nehmen wir die Räder?

Nein, ein anderer Bus, aber viel neuer sieht der auch nicht aus. Eher wie ein normaler Bus, nicht wie ein Reisebus. Aber eine deutsche Reiseleiterin aus Hamburg. Ich muss natürlich erstmal gucken, ob mit dem Bus alles in Ordnung ist. Die fahren hier auch auf der falschen Seite. 

Die Straßen sind hier sehr abenteuerlich. Alle sind echt entspannt und gehupt wird nur vor Kurven.  Erster Stop ist ein kleiner Beach an der Atlantik-Küste nahe Bathsheba. Das ist einmal quer rüber über die Insel. Hier finden auch Surf-Meistetschaften statt. Heute sind die Wellen aber klein. 

Also los, komm ans Wasser. Rein darf man nicht, wegen der Strömungen.

Hier hat sogar einer extra eine Bank für mich gebaut. Aber es gibt viele Sitzmöglichkeiten.

Zum Glück ist es heute bewölkt und nach Aussage der Reiseleiterin kalt. Nur 29 Grad. Aber es weht immer ein Lüftchen, wie ihr an den Palmen seht. Das sind welche von den gehobenen Häusern und die blicken auf diese Bucht. 

Weiter geht es zu einer Kirche. Unterwegs sehen wir einige Tiere, sogar Affen, die sonst selten zu sehen sind. Große Tiere, aber aus dem Bus raus schlecht zu fotografieren. Aber andere stehen rum. Das braune sind Kamerunschafe. Parasietenresistent und kommen auch mal zwei Tage ohne Wasser aus. 

Weiter geht es zu einer Kirche. Wir fahren ins Inselmittel durch den Urwald. Zwischendrin stehen auch schöne und weniger schöne Häuser. Die sollen aber innen toll aussehen. Man lässt die außen so rostig um keine Neider zu wecken. Jup, wers glaubt.... 

Die Kirche heißt St. Johns. Sie ist von 1645 und innen wunderschön mit Holz getäfelt. Eine junge Frau spielt die Orgel. Sehr schön.  Auf dieser kleinen Insel gibt es über 3000 Kirchen und 40 verschiedene Religionen. Eine Kirche (aus dem Bus raus nicht fotografiert, falsche Sitzseite) ist geschlossen, weil sich die Erdplatten unter ihr bewegen.

Guckt mal, bin ich nicht hübsch. Frangipani oder auch Plumeria genannt.

Weiter geht's zum Tropical Garden. Da gibt es sogar eine Bushaltestelle und endlich ganz viele Blümchen. Früher war das ein Orchideen-Garten, aber der letzte Vulkanausbruch auf der Nachbarinsel hat alle kaputt gemacht. Auf dem letzten Bild habe ich einen Kolibri entdeckt, aber der wollte nicht stillhalten.

Eidechsen gibt es auch. Leider kaum Schmetterlinge und wenn sind sie nur sehr klein und nicht hübsch. Die Kugel lag da auch rum. Sah aber nicht aus wie eine Kokosnuss. Erklärungen gab's leider nicht. Die Bananenblüte kenn ich aber.

Das hier ist übrigens Zuckerrohr. Früher gab es hier noch Sklaverei. Heute wird nicht mehr soviel Zuckerrohr angebaut und der wird dann meist für Rumherstellung verwendet. Rumpunsch gab es übrigens im Tropical Garden, aber ich hab brav Fruchtpunsch getrunken.

Letzter Stop ist eine Signalstation. Davon gab es 6 auf der Insel. Von hier hielt man Ausschau nach den Engländern, Portugiesen oder wer noch alles die Insel überfallen wollte. Mittels Flaggen haben sie sich untereinander benachrichtigt. Soll ich da jetzt wirklich rauf? Es ist warm...Die Aussicht ist recht diesig.

Zu den Signalstationen wurden früher die Kranken gebracht, damit sie genesen. Angeblich sei die Luft da oben besser. Ein Offizier musste der Erzählung nach zwei Jahre dort oben bleiben. Aus Langeweile hat er sich einen Stein gesucht und einen Löwen draus gehauen.

Auf der Insel hat McDonalds mal versucht Fuß zu fassen. Musste aber schnell aufgeben. Dafür gibt es eine Inseleigene Fastfood-Kette. 

Hier auf der Insel gibt es zwei Baumarten, die sehr giftig sind. Der eine ist der Sandboxbaum. Er hat 5 cm lange Dornen und der Saft unter der Rinde ist giftig. Damit haben die Ureinwohner ihre Giftpfeile hergestellt. Den habe ich aber nicht für ein Foto gefunden. Ein weiterer sehr giftiger Baum ist der Manzanilla de la muerte („Äpfelchen des Todes“). Der Baum hat kleine Äpfelchen, von denen zwei Kerne zum Tod führen. Früher wurde er oft angezündet um Feinde zu vertreiben. Durch den Rauch konnte man bis zu sechs Wochen erblinden und die Säure, die er ausdünstet ist ebenfalls tödlich.  Hab mich also diesmal nicht so nah rangesetzt.

Unterwegs sehen wir noch das Parlamentsgebäude. 

Zurück am Schiff gibt es eine leckere Erfrischung. Das war ein warmer aufregender Tag. Zum Baden schaffen wir es nicht mehr. Wir brauchen noch einen Magneten.

Kleine Anekdote am Rande. Die Barbadianer und die Jameikaner sind sich nicht grün. Die Jameikaner sagen, dass sind alles lahme Briten, denen man mein Laufen die Schuhe besohlen kann. Die Barbadianer sagen, der Sklavenverkauf von den Schiffen begann in Barbados und ging entlang der Inseln bis nach Jameika. Da war halt nur noch der Rest übrig, den sonst keiner wollte. Schon gemein irgendwie.

Guck mal Dicker, ich hab Dir ein paar Barbados-Doller mitgebracht.

Guck mal Dicker, ich hab Dir ein paar Barbados-Doller mitgebracht.

27.11.2025

St. Lucia steht heute auch wieder mit einer Inselrundfahrt auf dem Programm.  Pünktlich steht der Abholer vor dem Schiff bereit und der Bus ist auch schon da. Jerry, unser Fahrer kann sich für heute frei nehmen, ich mach das schon.

Okay Jerry, kannst fahren. Das passt mit den Containern. Okay, karibische Fahrweise, ähm ich schnalle mich lieber an.

Wir kommen an einem der noch zwei verbliebenen Häuser vorbei, die von den Bränden nicht zerstört wurden. Die Insel hat vier Mal gebrannt und die meisten Häuser wurden zerstört. Heute sind das alles Steinhäuser, die teils mit Holz vertäfelt sind. Einen kleinen Stop um auf den Hafen zu schauen machen wir auch. Das zweite Schiff ist die Norwegian Epic.

Hier wohnt der Gouverneur. St. Lucia gehört zum Commonwealth ist jedoch eigenständig. Der gute Mann hat hier nix zu sagen und nix zu tun. Er repräsentiert nur. Der süße Müßiggang eines Politikers. Abgeschottet hat er sich trotzdem. 

Die Insel ist so schön grün, anders als Barbados. Das liegt hier an der fruchtbaren Vulkanerde. Und es gibt Baumfarn. 

Nun weiß ich auch, was die große braune Kugel gestern war. Eine Kalabasse. Daraus werden hier Schüsseln Trommeln und andere Dinge hergestellt. Und das hier ist der Baum dazu.

Das hier ist ein ehemaliges Waffenhaus. Wird aber nicht mehr genutzt. Übrigens dazu noch die Info, das es auch hier kein Feuerwerk zu kaufen gibt. Es gibt ein großes organisiertes von den Hotels, aber kein privates. Warum klappt das in Deutschland nicht?

Diese lustigen kleinen Wagen sind Imbissbuden. Die Lucianer lieben ihre Grill-Hähnchen

Weiter geht es zu einem Aussichtspunkt über die angeblich schönste Bucht. Die Marigot Bay. Naja, ja schön ist sie. Hier hat mir ein alter Mann einen Schmuck aus Palmenblättern gebastelt. Ich hab ihm dann einen Doller gegeben. Weiß jetzt nicht wirklich, ob das richtig war, aber ist mir auch egal.

Weiter geht es zu einer kleinen Bäckerei. Dort werden aus der Cassada-Wurzel kleine Brote/Kuchen gebacken. Dafür wird die Wurzel gerieben und sieht dann aus wie Kokosflocken. Da sie Strichnin enthält wird das Geraspelte mehrmals gewaschen und dann aufgekocht und getrocknet. Das geschieht in diesen großen Töpfen. Es wird mehrmals durchgesiebt und sieht am Ende fast aus wie gewöhnliches Mehl.

Dann werden daraus mit Wasser, Gewürzen und Geschmackszutaten kleine Fladen geformt und in dieser Pfanne gebacken. Es gibt dann verschiedene Geschmacksrichtungen, wie Zimt, Kirsche, Ingwer usw. Der Vorteil ist, dieses Mehl ist glutenfrei. Sehr gehaltvoll, aber lecker. Erinnert von der Konsistenz eher an Bananenbrot.

Im Bus bekommen wir karibische Bananen und Kekse mit Bananenketschup. Auch sehr lecker, obwohl mir die Thai-Minibananen immer noch am besten schmecken.

Wir fahren weiter durch den Urwald, sehen noch ein schönes Haus und eine alte Kirche. 

Auf dem letzten Bild seht ihr schon die Pitons. Wahrzeichen der Insel. Nun geht es aber erstmal in den botanischen Garten. Oh ist das toll. Ich krieg mich garnicht mehr ein bei den vielen tollen Pflanzen und Blüten. Das hier nennt sich Brot und Käse und die Blüten sind essbar. Hab ich probiert, schmeckt aber weder nach Brot oder Käse.

Das hier ist ein Kakaobaum mit Kakaopods in verschiedenen Reifephasen.

Diese Frucht hinter mir heißt Soursop (Stachelanemone). Sieht ein wenig aus wie eine Durian, nur kleiner.

Innerhalb des botanischen Gartens gibt es warme mineralische Pools. Soll gesund sein für die Haut und entgiften. Die sind etwa 36 Grad warm. Na da geh ich bestimmt nicht rein. Hier ist auch noch eine heiße Quelle. Autsch wirklich sehr warm. Setz mich lieber etwas weiter weg.

Sogar einen Wasserfall gibt es hier drin. Der Diamond-Fall. Er schimmert in den verschiedensten Farben. Das Wasser sieht man dafür kaum.

Das hier ist auch sehr interessant. Das nennt sich Spiralginger. Die Blätter werden gern als Toilettenpapier benutzt. Die Unterseite ist total weich, wie Samt.

Ja und sonst? BLÜMCHEN!!! Die auf dem zweiten Bild fand ich besonders schön.

Ich hab auch wieder ein paar kleine Tiere gefunden. Obwohl die Schnecke nicht wirklich klein war.

Hier ist noch eine Übersicht über einen Teil der Früchte die es hier gibt. Das auf dem zweiten Bild ist eine Muskatnuss.

Das war echt toll. Nun geht es zum Aussichtspunkt zu den Pitons. Unterwegs hält der Fahrer an einem Kaffeebaum, der hier an der Straße wächst. 

Apropos Straße. Ein sehr interessantes Verkehrsschild. 1 zu 1 übersetzt :-)

Das hier ist leider nicht so toll geworden, da nur aus dem Bus heraus. Aber das war eine beeindruckende Hecke. Verschiedenartige Bougenvillen und gelbe Rankenpflanze dazwischen. 

Als wir am Aussichtspunkt ankommen, schüttet es wie aus Eimern. Kein Problem, gibt es erstmal eine Verkostung der verschiedensten Früchte und die passende Erklärung dazu.

Nun tauchen die Pitons wieder aus dem Dunst auf und man hat freie Sicht. Zur Feier des Tages gönn ich mir ein Piton-Bier. (natürlich nicht, nur Flasche gemopst). Unten in der Bucht steht ein Fünfmaster, eine Starklipper. Reisen der Extra-Extra-Teuer-Klasse.

Nun geht es zu unserem Letzten Stop an den Vigibeach. Als wir ankommen reiten gerade welche am Strand entlang. Auf dieser Insel gibt es im Gegensatz zu Barbados viele streunende Hunde. Die lassen es sich auch gutgehen. Das ist ein echt hübsches Mädchen und sitzt am Strand wie eine Diva.

Zurück durch die Stadt. Das Parlamentsgebäude, ein paar auf alt gemachte Häuser und eins der Unterschicht. Auf einem Kreisverkehr steht ein Denkmal mit dem Titel alle in einem Boot. Das soll den Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsgruppen symbolisieren.

Hier ist der Wahlkampf voll im Gange. Am 1.12. wird hier gewählt. Die Roten, die Gelben und die Orangen. Das hier ist ein Anhänger der SLP.

Oh Schnuff schau mal, da liegt unser Abendbrot. Red Snapper und Thunfisch.

Und noch was wichtiges. Julian Alfred. Die Frau aus St. Lucia, die bei der Olympiade in Paris zweimal Gold holte. Sie wird verehrt und es wurde ihr ein Feiertag gewidmet. Sie bekam ein Grundstück, Geld für ein Haus und wurde gefeiert. Überall findet man lebensgroße Aufsteller.

Hier Dicker, ich hab Dir natürlich auch was mitgebracht. Das sind Zimtkuchen und EC-Doller. Guck mal auf der Rückseite sieht mal alle Länder, wo die Wahrung gilt. Und das schon lange vor dem Euro...

Nun geht es schon wieder weiter. Tschüss St. Lucia, du bist eine wunderschöne Insel.

27.11.2025

Guten Morgen aus Dominica. Dominica heißt Sonntag - also erster Advent und wir haben unseren Weihnachtsbaum, den wir uns auf Teneriffa gekauft haben, aufgestellt. Heute Nacht waren wir kurioserweise irgendwo in Kanada unterwegs. Aber wir waren auch schon im Jahr 2035 oder in Sibirien unterwegs. Manchmal verschluckt sich wohl so ein GPS-Satellit.

Heute ist ein Kochkurs geplant. Bis dahin entspannen wir ein wenig. 

So auf geht's. Vor dem Schiff eine tanzende Folkloregruppe und der typische Schriftzug.

Pünktlich um 12.00 werden wir empfangen. Der Bus kommt aber nicht durch den dicken Verkehr. Die Straßen hier sind halt nicht für soviele Autos ausgelegt. Also bringt uns jemand mit dem Auto hoch. Ich finde das krass, der nennt schnuff Mam und das am Ende jeder Antwort die er gibt. Erinnert mich ganz doll an bestimmte Sklavenfilme. Ihr ist das sehr unangenehm. Egal, wir fahren erstmal durch die "Stadt". Da sehen wir eine Kirche und das Haus vom Präsidenten. Danach fahren wir Straßen durch den Dschungel, die sind so steil, dass wir Angst haben rückwärts runter zu rollen. 

Oben auf dem Berg ist die Küche von Daria auf einem wunderschönen Anwesen. Also sie gehört definitiv zu den oberen "Zehntausend".

Das zweite ist ein Schneebusch. Ich hab mich erst nicht getraut, aber Daria hat gesagt, dass ich mich da reinsetzen soll.

Wir sind insgesamt 12 Personen. Das klang gestern anders, aber egal. Hier sind ein paar Zutaten und die Küche. Ich hab natürlich auch eine Schürze bekommen.

Zuerst wurde aus dem Gemüse und den Kräutern ein Gemisch hergestellt.

Jeder hatte ein Gewürz bekommen und daraus wurde die Soße für das Curry hergestellt.

Plötzlich lag ein Brett, ein Messer und eine Kochbanane vor mir. Die sollte ich Schälen und in Scheiben schneiden.

Hab ich das nicht gut gemacht. Ich wurde jedenfalls gelobt. Die Bananenscheiben wurden dann zum Teil in Öl frisiert und ein anderer Teil wurde mit einem Kokosteig (Eier, Kokosmilch, Backpulver, Zimt und Kokosmehl) ummantelt und ebenfalls frisiert. Dabei habe ich ein wenig über die Schulter geschaut.

Das vorab fritierte Huhn wurde in die Curry-Soße getan. Nebenbei kochte Reis und Bohnen. Es gab eine Verkostung von selbstgebranntem Rum. Ich hab natürlich nichts getrunken. Verschiedene Vegetaris wurden uns auch erklärt. Davon kannte ich von gestern ja noch einiges.

Nun musste alles fertig werden und wir sind ein wenig durch den Garten gewandert. Da habe ich Essbananen und Kochbananen, Statuen und Blümchen entdeckt. Wow sind die Palmen riesig.

So das Essen ist fertig. Hmm schaut lecker aus. Das Curry war doch ziemlich scharf, die Bananenscheiben recht lasch. Am besten haben mir die Kokosbananenküchlein geschmeckt.

Natürlich konnte man auch sämtliche Zutaten und ihr Kochbuch kaufen. Haben wir aber nicht gemacht.

Nun wurden wir wieder zum Schiff zurück gebracht. Was soll ich sagen, Party vorm Schiff. Cool. Schnuff hör auf zu zappeln.

Das ist übrigens die Flagge von Dominica.

Der hat mich gleich eingeladen mitzutrommeln. Mach ich natürlich. Sie haben mir sogar eine dagelassen, damit ich üben kann.

Wir wollen noch ein wenig durch die Stadt. Schnuff hat vom Schiff aus eine Kirche gesehen. Auf dem Weg dahin, kommen wir an einer Bar vorbei. Sieht ziemlich japutt aus. Der Hurrikan Maria 2017 hat hier ziemlich gewütet und etwa 95% aller Dächer waren kaputt. Ich würde sagen 55 % sind es immer noch. Vor dem Eingang hockt ein großer Gorilla.

Irgendwie wird die Gegend hier so, dass es Bauchgrummeln hervorruft. Wir lassen also Kirche Kirche sein und drehen wieder um. Auf den Bauch sollte man hören. Oh guck mal da. Lasst mich bitte rein!!! 

Wir kaufen noch direkt an der Hauptstraße ein Magneten und gehen zurück aufs Schiff.

Guck mal Dicker, das ist reine Kakaomasse aus der Kakaobohne. Da gibt es zu Hause leckere heiße Schokolade mit Zimt.

Die Sonne geht unter, wunderschön. Da fällt mir ein, ich hab euch den Regenbogen von heute früh nicht gezeigt. Ganz flach über dem Horizont. 

29.11.2025

Guten Morgen aus Montserrat. Mehr als die Hälfte der Insel ist aufgrund vulkanischer Aktivitäten unbewohntes Sperrgebiet. Sie wird wegen ihrer üppigen Vegetation auch "Smaragdinsel der Karibik" genannt. Seit den 2000-er Jahren wird Luttle Bay als neue Hauptstadt erbaut, nachdem 1995 die alte Hauptstadt vom Soufrière Hills Volcano zerstört wurde.

Wir haben ein ziemlich frühes Tenderticket ergattert uns sind so ziemlich früh auf der Insel. Hier wird, naja hier ist geplant, überall zu bauen, aber natürlich mit karibischer Gelassenheit. 

Direkt am Anleger sind wenige Stände aufgebaut. Sonst ist hier nix... Wahrscheinlich alles überteuert. Na wir wandern weiter. Alles sehr ruhig und entspannt hier. Komm wir gehen paddeln.

Ich weiß, Sonne und heiß. Keine gute Kombi. Also laufen wir ein wenig. An ganz vielen Stellen wird erklärt, wo wir gerade sind. 

Hier ist so das erste Mal etwas karibischen Flair. Der Strand ist so lala. Rettungsschwimmer ist auch weg. Aber ich hab was zum Knabbern gefunden. Eine getrocknete Thunfischflosse. Lecker. Da kann ich dran rumknabbern während Du mir die Gegend zeigst.

Während St. Lucia eher die Hundeinsel ist, so ist das hier die Katzeninsel.

Ähm hallo Schnuff, halt stopp wir sind am Ziel. Das hab ich auf allen anderen Inseln noch nicht gesehen.

Das hier sind Überreste einer britischen Verteidigungsanlage. Hat der Kapitän strategisch richtig geankert. 

Hier sieht man noch die Lava. Bis an den Strand ist die gekommen.

Warum müssen die Straßen hier eigentlich alle so steil sein? Und warum sind die immer in der Sonne. Ich hab mir schnell ein schattiges Plätzchen gesucht. 

Also den Hügel noch, dann reichts aber. Da ist ein Denkmal fur die Soldaten, welche im 1. Weltkrieg einen glorreichen Tod gestorben sind.

Eine Basketballhalle gibt es auch schon wieder. Hier ein Tsunami-Warnschild. Das habe ich sonst nur auf Barbados gesehen.  Interessant. 

So komm zurück. Ich brauch ne Pause. Lass uns zum Schiff fahren, Badesachen holen und planschen. Bis zum Ausflug sind noch 4 Stunden. Ich warte hier, geh Du mal los. Oder ich mach hier Party mit ihm.

Ja ist ja gut, ich komm ja schon. Auf zum Schiff. Ich darf fahren. Ist mir aber zu warm hier. Ich guck lieber unten raus. He Dicker wir kommen zurück. Hast Du es gut in der klimatisierten Kabine.

Wir packen gerade unsere Sachen, da kommt ein Anruf. Der Ausflug entlang der versunkenen Küste fällt aus. Dafür bieten sie einen Ersatzausflug, der aber jetzt gleich losgeht. Nix mit Baden....

Also später mehr.

Der zweite Teil war ein Ausflug zum Observationcenter. Dort wird der Vulkan überwacht. Von 1995 bis 2010 gab es mehrere Ausbrüche. Darüber gab es ein Informationsfilm. Da der Vulkan immer noch aktiv ist (auch heute hat es an einigen Stellen gedampft), ist etwa die Hälfte Sperrgebiet.

Man hatte auch einen sehr guten Ausblick auf den Vulkan.

Weiter ging es durch den Regenwald zur versunkenen Stadt Plymoth.  Schon eigenartig, wir fahren auf Vulkanasche. Man entdeckt im Busch verlassene Häuser, die sich die Natur zurückholt.

Von hier kann man den Vulkan von einer anderen Seite sehen und man erkennt, dass der Krater eine Hufeisenform  hat. Der Rest wurde bei einem großen Ausbruch weggesprengt.  Die glühenden Steinbrocken wurden mit 120 Meilen pro Stunde herausgeschleudert. Der Berg daneben ist in sich zusammengefallen.

Die folgenden Bilder sind ohne mich. Ich finde das hier irgendwie bedrückend und verkrümel mich in den Bus. Da ist ein 5 geschossiges Hotel, von dem nur noch die oberen zwei rausgucken. Oder die alte Schule, wo kaum noch was da ist. Man wird sich in solchen Momenten immer bewußt, wie unwichtig man ist und welche Macht die Natur hat. 

Ein Ranger erklärt das alles und zeigt Bilder von vorher und dann das was noch übrig ist. Der Fluss wurde auch von der Lava und Steinen blockiert. Bei Regen darf man hier garnicht lang. Überall stehen Warnschilder und erst als wir die Sperrzone verlassen, dürfen wir alleine weiterfahren.

Auf dem Rückweg fahren wir an der Küste entlang. Schaut mal ein Barbi-Haus.

Zurück am Hafen geht es mit dem Tenderboot zurück. Guckt mal ne richtige Treppe mit Plattform. Die Wellen werden stärker und das Aussteigen ist nicht so leicht für unsere älteren Herrschaften. Das Polizeiboot stand die ganze Zeit am Schiff. Die Sonne geht unter und wir fahren weiter.

Tschüss Montserrat, es gibt hier noch viel aufzubauen. In 10 Jahren sieht das bestimmt anders aus. Unser Schiff ist nun weihnachtlich aus.

30.11.2025

So ich bin fertig, kann losgehen. Willkommen auf 

Heute machen wir wieder eine Inselrundfahrt. Ich werde euch nur noch neue Sachen zeigen. Ihr braucht nicht wieder Blümchen oder Palmen oder so. In den Kirchen finden am Sonntag vormittag Gottesdienste statt, somit kann man sie nicht besichtigen.

St. Kitts hat 4 internationale Universitäten. Eine davon ist für Tiermedizien. Sie haben alle möglichen Tiere, Esel, Kühe, Pferde, Schafe usw. Sogar ein Kino gibt es hier. Da ist eine Wandmalerei zu den Karib-Indianern. 

Kurz danach erreichen wir den Blody-Point. Er hat eine traurige Geschicht. Hier wurden früher tausende von Ureinwohnern niedergemetzelt. Die Herrschaft hiet wechselte von den Briten zu den Franzosen und wieder zu den Briten. 

Hier fängt unser Fahrer plötzlich an zu schimpfen. Auf den Klimawandel, die Idioten, die den leugnen und die Rücksichtslosigkeit mancher Staaten. Das hier ist die Folge, sie müssen ihre Küsten mit Steinwällen schützen und verlieren ihre Strände. Oh nein, die Seite ist schon wieder voll. Weiter geht's hier