Hab ich euch schon erzählt, dass ich Urlaubsvorbereitungen hasse 🫣
Also ich bin fertig, kann losgehen. Ich setze mich schon mal in den Rucksack, nicht dass ich vergessen werde.
War ja wieder sowas von klar, dass der Dicke sich wieder vordrängelt...
Naja, ich lass ihn gerne. Auf der Reise bin ich die Nr.1.
Den Anschluss in Hamburg haben wir erreicht und waren pünktlich in Kiel.
Da wir noch Zeit hatten, hat Schnuff sich entschlossen zu laufen undnicht den Bus zu nehmen. Vorbei an Color und Stena-Line, einem Schiff von MSC zu unserer Vasco.
Eingecheckt und an Bord angekommen und flott auf die Kabine. Koffer wurde gebracht. Guckt mal, ein Bett für den Dicken, eins für mich und Schnuff bekommt die Liege.
Koffer auspacken? Nö mach ich später, ich geh erst mal das Schiff erkunden.
Das ist Deck 6. Da sind die Sammelpunkte für die Rettungsübung. Erinnert mich irgendwie an das Bild von der Titanic-Ausstellung in Vegas. Guckt mal über mir. Ein Rettungsboot.
Weiter ging es in das Theater. Hier finden die Shows statt. Direkt daneben das Auditorium. Da kann man Vorträgen lauschen.
Das ist der kleine Pool und auf diesem Deck gibt es auch immer Kaffee und Wasser zur Selbstbedienung. Schnuff hat sich gleich mal einen gegönnt und wir haben es uns im Schatten gemütlich gemacht. In der Sonne war es echt zu warm.
Weiter zum Sportsdeck. Hier kann man Basketball spielen und Joggingrunden laufen.
Aber das Verrückte ist, überall kann man Essen und Trinken. Das machen auch die Meisten. Überall sind sie am Futtern. Zwei Eisstände hab ich auch schon entdeckt.
Kommen wir nun zum überdachten Pool. Einmal kurz von oben durchs Dach gelugt und dann direkt zum Pool. Hier gibt es auch Blubberpools. Und natürlich auch was zu trinken...
Hier hat Schnuff vor, sich öfter aufzuhalten. Ist doch cool, so ein Laufband in Fahrtrichtung am Bug des Schiffes. Da soll nochmal einer sagen, man kann nicht übers Wasser gehen 🤣🤣
Oh, jetzt kommt der Aufruf zur Sicherheitsübung. Die ist Pflicht. Ich hab euch ja vorhin schon ein Boot gezeigt. Das doofe ist, genau unser Boot ist gerade in der Wartung 😱
Naja, wir werden dann aufgeteilt auf die anderen Boote.
Schnuff geht zum Abendessen und der Dicke und ich kuscheln schon mal. Morgen ist Seetag. Wir haben Vollmond.
07.10.2025
Heute ist Erholung auf See. Wir gehen frühstücken. So toll mit prima Aussicht. Wir gucken uns noch weiter auf dem Schiff um. Wir haben Obst zu naschen bekommen.
Schnuff geht dann ins Fittnesstudio, zum Darten, zum Sandsack werfen und dann ist der Tag schon rum. Morgen ist Bergen das Ziel.
08.10.2025
Endlich wieder Land in Sicht. Die Nacht war ziemlich wackelig. Sogar so doll, dass wir wach geworden sind. Wir sind aber schnell wieder eingeschlafen.
Wir fahren an der Küste und durch den Fjord nach Bergen. Oh weh, hier hat der Sturm aber auch getobt.
Um 11.00 Uhr heißt es, Leinen fest, Freigabe zum Landgang. Wir müssen runter zum Deck 3. Normal ist der Abgang gesperrt, ich hab schon mal geguckt, ob es losgeht. Musste aber noch warten. Los ging es. Der Dicke hat uns neugierig nachgeschaut.
Los ging es durch die Festung mit den Harkonhallen und dem Denkmal von Harkon.
Direkt nach Brygge. Viele wunderschöne alte Holzhäuser. Ich hab vorgeschlagen das Fahhrad zu nehmen, aber Schnuff will Laufen. Ja mir egal, ich werde ja getragen.
Oh, eine kleine Kollone. Mit Polizeieskorte. Vielleicht jemand wichtiges. Na, ich finde andere Sachen interessanter.
Um auf den Ulriken zu fahren ist das Wetter nicht gut genug, also fahren wir auf den Floi.
Anstehen für das Tiket und dann rein in die Bahn. Ich wäre ja auch geklettert, aber ich hab dann doch ein Tiket bekommen.
Beim Hochfahren war der erste Eingang für Kinderwagen und Rollis reserviert. So konnte ich beim hochfahren keine Fotos machen. Von oben war die Aussicht echt toll und wir hatten Glück mit dem Wetter. Bis zum Nordkap sind es noch 1508 km.
Wir gehen oben noch ein wenig die Gegend anschauen. Ich glaube das ist ein Vogel, der hier aus Stein geschaffen wurde. Hier oben ist auch eine Naturschule. Wahrscheinlich sowas wie ein Waldkindergarten. Ich durfte mich am Feuer etwas aufwärmen. Aus der Jurte wurde ich ziemlich schnell verjagt. Obwohl es da so schon warm war. Na gut, dann geh ich eben Schaukeln.
Schnuff, ich hab Hunger.... komm wir machen Pause. Also suchen wir uns ein Schönes Plätzchen. Auf dem Weg sehen wir Trolle und andere Figuren. Au weia, hier hat der Sturm auch gewütet. Ganze Baumgruppen sind umgefallen. Ein Naturfitness-Platz haben wir auch gefunden. Hab ich nach dem Essen (Müsli-Riegel vom Schiff stibitzt) gleich ein wenig trainiert.
Also, dass hier regt mich wirklich auf. Egal wo, überall sieht man diese dämlichen Aufkleber.
Nun geht es wieder nach unten und ich frage ganz lieb, ob ich mit in das erste/letztes Abteil darf. Und ich darf und kann euch so nun ein paar Bilder zeigen. In der Mitte treffen sich die Bahnen, da ist ein Ausweichpunkt.
Unten angekommen gehen wir nochmal die Flaniermeile entlang und da gibt es reichlich Souveniershops. Ich wollte mal den Dicken anrufen, aber da waren nur Bücher zum Tauschen. Es gibt schon Weihnachtssacjen zu kaufen, oder kuschelig warme Socken.
Schnuff stromert planlos durch die Stadt. Leider sind alle Kirchen hier nur Dienstags und Freitags geöffnet. So kamen wir nirgendwo rein. Es gab hier ganz alte Gräber. Da ist auch der Springbrunnen den ich vom Floi gesehen hab.
Weiter geht es ziellos durch die Stadt. Ich sitze auf dem Arm und genieße den Ausblick. Ein riesiges Shoppingcenter, ein begrüntes Haus und und und.
Noch schnell in den Supermarkt und ein wenig eingekauft. So nun aber los zurück zum Schiff. Oh so leckere Torten. Die kleine Burg ist ein Kindergarten.
Schnuff, wir müssen zurück. Guck mal Blümchen. Wenn Du nicht kommst, helfe ich eben den Straßenarbeitern und fahre die Walze.
Nun aber flott. Oh nein, ich soll es ja nicht verraten, aber ich glaube wir haben uns verlaufen. Aber ich bin sicher, Schnuff findet zurück. Wenn sie mich hier sitzen lassen würde, ich würde nicht zurückfinden. Höhlenmalerei und nein, nicht schon wieder einer von meiner Familie. Oh du armer.
Ich wusste, das Schnuff den Weg findet. Der Dicke wartet schon sehnsüchtig. Das waren aber heute viele Schritte. Das Abendessen verdient.
Guck Dicker, was ich Dir mitgebracht habe. So lecker. Schnuff geht essen und wir futtern die Kekse. Morgen ist Geiranger-Fjord. Flucht vor dem nächsten Sturm.
Als Schnuff vom Essen kam, war der Zimmerservice da und sie hat uns so vorgefunden. Der Dicke hatte einen Zettel in der Hand " I'm full"
09.10.2025
Heute Nacht wurden wir ziemlich durchgeschüttelt. Uns selbst hier tief drin im Fjord sind noch ca. 20 Knoten Wind sagt der Kapitän. Pfeift auch wirklich gut. Egal, ich hab für heute eine RIB-Boot-Tour gebucht, da muss Schnuff jetzt durch. Schließlich will ich ja auch ein wenig Action.
Wir können auf Grund der Witterungsverhältnisse nicht am schimmenden Gate anlegen, weil die Gefahr besteht, dass das Schiff oder das Gate vom Wind weggeschoben wird. Also heute das erste Mal tendern. Die Boote wurden schon zu Wasser gelassen. Meine Tendertiketnummer habe ich auch schon.
Also Schnuff zieh dich warm an, jetzt geht's los. Schnell rein ins Boot und Fensterplatz ergattert.
Zur Begrüßung stand sogar ein Wikinger da.
Wir wurden in warme Overalls gesteckt und haben eine Schutzbrille bekommen. Als wir unterwegs waren, habe ich verstanden warum. Anfangs hab ich ja noch mutig rausgesucht, aber dann hab ich mich doch ganz verkrochen. Darum auch Bilder ohne mich. Ihr wisst ja, wie ich aussehe. Und bei dem Regen und dem Wind komm ich doch nicht raus. Manchmal hätte ich aber keine Chance mich zu wehren. Wir sind an ein paar Höfen vorbei gefahren. Davon gibt es 12 im Fjord. Wunderschön. Wenn die Kids zur Schule sollten, mussten sie paddeln. Es wurde immer für eine Woche ein Lehrer hierher geschickt.
Uns wurde erzählt, das der Wasserfall gegenüber eine der sieben Schwestern heiraten wollte, aber keine wollte ihn. Daraufhin ist er dem Alkohol verfallen. Und nun guckt euch das Bild oben nochmal an.
Genau, der Stein in der Mitte sieht aus wie eine Flasche.
Hier läuft es überall die Berge hinunter. Die einsamen Höfe gefallen mir. Obwohl einsam? Da oben sollen mal 15 Kinder gewohnt. Lange kalt und dunkel eben.
Ich musste zwischendurch auch aufpassen, ob unser Skipper auch alles richtig macht. Einmal musste ich sogar etwas mehr Gas geben, weil er uns zu langsam war. Ein wenig indian Summer ist hier auch.
Hier an den Felsen verewigen sich Leute, die mit dem Boot hier waren. Ist illegal, aber gehört zur Geschichte des Fjords. Der Troll der über alles wacht ist darüber nicht so happy.
Als die Tour zu Ende war, hat Schnuff im Souveniershop nach Magneten geguckt.ich war zwischendurch in Trollywood und hab mich dann ins Rentierfell gekuschelt und mich aufgewärmt. Guckt mal was für tolle Socken es hier gibt.
Schnuff wollte noch ein wenig wandern, ach wo, regnet ja auch garnicht... na gut, aber nur zu dem Wasserfall. Ich will noch eine Twizzy-Tour machen, oder wenigstens Trecker fahren.
War ja klar, das darf ich wieder nicht. Trecker kaputt und zuviel Regen und Wind für die kleinen Flitzer.
Na gut, dann gucke ich mir eben das Miniaturdorf an. Das wird im Dunkeln beleuchtet.
So, nun reicht es aber, ich will zurück zum Dicken. Als auf zum Tenderboot. Ohje, dem Skipper musste ich aber wirklich helfen. Er hat mir auch dann gleich seinen Platz überlassen.
Wenn man von einem Ausflug zurückkommt, wird das Gepäck durchleuchtet. Was die das suchen weiß ich nicht. Zurück auf der Kabine haben wir einen neuen Kumpel bekommen. Der Dicke hat wieder raus geguckt. So kann er all die Sachen beim vorbeifahren sehen.
Zum Trost hat Schnuff von oben Malaga-Eis mit Churro und Marshmellow geholt. Der Dicke hat mit mir geteilt und wir haben uns gleich draufgestürzt. Jetzt werden die Maschinen angeworfen und wir fahren ca. 60 Seemeilen bis nach Alesund, wo wir übernachten und die Sturmentwicklung abwarten. Geplant ist, dass wir bis morgen Abend da bleiben und dann zwei Seetage haben und am 13.10. Hönnigsvåg/das Nordkap erreichen.
Schnuff geht noch zu einem Vortrag über Alesund und dann zum Leitergolf. Um 17.00 Uhr verlassen wir Geiranger und starten Richtung Alesund. Auf der Fahrt aus dem Fjord hinaus gucken wir uns nochmal die berühmten Wasserfälle an. Die Berge sind deutlich weißer als heute morgen und die Wasserfälle scheinen noch mehr Wasser zu führen.
Nun ist Zeit fürs Abendessen und schnuff geht danach noch zur Hollywood-Show. Wir gucken noch ein wenig aus dem Fenster.
Langsam bekommen wir richtig winterliche Temperaturen.
Als Schnuff zurückkam, hatte uns der Zimmerservice schon ins Bett gebracht. Ob wir heute Abend noch rein nach Alesund gehen, wissen wir noch nicht. Mal schauen. Ach übrigens, für Samstag und Sonntag stehen die Chancen auf Nordlichter recht gut, hoffen wir mal auf freien Himmel.
Anlegen war nur mit zwei Schleppern möglich und hat über eine Stunde gedauert. Ich durfte nicht mit raus, weil der Wind echt heftig war. Aber wir durften nochmal aufstehen und uns das vom Fenster aus ansehen. Nun aber gute Nacht.
10.10.2025
Heute morgen habe ich auch entdeckt, warum das Anlegen so schwer war. Mitten im Sund ist eine Untiefe. Der Wind hat das Schiff gnadenlos am Hafen vorbeigeschoben und durch die Untiefe war wenden nicht möglich.
Es hat den ganzen Tag geschüttet, dazu laut Kapitän ca. 50 Knoten Wind. Der Regen schlug Schnuff waagerecht ins Gesicht. Sie hat sich aber davon nicht abhalten und ist trotzdem losgezogen. Alesund ist eine wunderschöne Stadt im Jugendstil. Grund ist, dass am 23.01.1904 in einer Magarinefabrik ein Feuer ausbrach und sich zum Großbrand entwickelte, der fast die ganze Stadt vernichtete. 850 Häuser wurden vernichtet und 10.000 Menschen obdachlos. Mit umfangreicher Hilfe, unter anderem von Kaiser Wilhelm II. wurde die Stadt innerhalb von 3 Jahren wieder aufgebaut. Der Kaiser liebte die Stadt und hat nach dem Brand mehrere Schiffe losgeschickt mit Medikamenten, Nahrungsmitteln, Kleidung und Baumaterial. Eigentlich wollte Schnuff auf den Aksla und wanderte tapfer los durch die Stadt.
Sie hat sogar den Parkeingang gefunden, durch den wir mussten, um die Treppen zum Gipfel zu nehmen. Im Park war eine riesige Araucaria und eine Skulptur, die ich nicht deuten konnte.
Tapfer sind wir die Treppen hoch. Nicht einfach bei dem Wind und Regen. Langsam lief das Wasser in die Jacke. Guckt mal, der Fels hat Augen und da ist noch ein Teil der alten Treppe.
Auf der Hälfte ungefähr haben wir ein Blick zurück geworfen und beschlossen, dass es sich nicht lohnt, weiter zu klettern.
Wir sind dann ein wenig durch die Stadt und schnell wieder zum Schiff. Ein paar Bilder haben wir noch gemacht, aber ich bin nicht immer rausgekommen aus meinem trocknen Versteck. ET war da in einem Schaufenster eingesperrt. Und ich dachte, der ist wieder zuhause.
Nun hieß es einfach nur lesen und abwarten. Leider haben sich die Prognosen immer weiter nach hinten verschoben, aber nach dem Abendessen war eine Regenpause angesagt. Also nichts wie raus. Direkt am Hafen ist eine Brauerei. Da wird Hansa gebraut und diese Bank hier ist beheizt. Sie besteht aus Rohren, durch die warmes Wasser läuft. Ich hab mich kurz aufgewärmt und wollte dann mit dem Boot schonmal vorsegeln. War aber zu fest vertäut. Und Vorrat konnte ich auch nicht mehr organisieren.
Schnuff hatte ein bestimmtes Ziel. Davon hat sie gestern im Vortrag erfahren. Unterwegs noch ein paar nette Fotomotive.
Endlich am Ziel. Ein irish Pub mit Namen Dirty Nelly. Dazu müsst ihr wissen, als Schnuff klein war hatte sie eine Dackelhündin mit Namen Nelly. Die war aber süß und nicht dirty. Ich wollte rein, aber der Mann hat mir das verboten. Tiere nicht erlaubt. Frechheit
Ich hab mich mit den Beiden noch ein wenig unterhalten. Die haben schon viel gesehen und erlebt und mich getröstet.
Nun ging es zum Schiff zurück und ab ins Bettchen. Die nächsten zwei Tage sind wir auf See und nach Warnung von der Brücke wir das kein Spaziergang. Melde mich am 13.10. wieder.
11.10. bis 13.10. 2025
Zwei Seetage liegen hinter uns. Gut, nun habe ich auch Sturm und hohe Wellen auf einem Kreuzfahrtschiff erlebt.
Den ersten Tag haben wir mit Sport und Lesen vertrödelt.
Früh ins Bettchen. Nachts wird Schnuff wach und guckt aus dem Fenster.
Ich hab noch nie gesehen, daß ein Mensch so schnell in seine Sachen hüpft. Nordlichter endlich. Natürlich hat sie mich vergessen mitzunehmen. Na Madam, das hat ein Nachspiel. Aber guckt euch die Bilder an. So toll.
Irgendwie viel es ziemlich schwer wieder einzuschlafen, dabei war es schon nach Mitternacht. Irgendwann gings dann aber.
Am nächsten Tag gab es auf dem Schiff Stunk, weil es keine Durchsage gab. Ja, schon ärgerlich, mit Schnuff waren wohl nur 15 Leute oben.
Heute waren wir wieder beim Sandsack-Werfen. Es gibt hier ja eigentlich rund um die Uhr Bespaßung, aber das macht Spaß. Hier in das Loch müssen die rein. Da gibt es drei Punkte, auf der Platte nur 1 Punkt.
Naja, fand ich nicht so toll. Ich saß danach die ganze Zeit am Fenster und hab nach Nordlichtern Ausschau gehalten. Und diesmal waren sie echt früh dran.
Natürlich ist sie wieder ohne mich losgerannt. Ich konnte das Schauspiel ja zum Glück vom Fenster aus beobachten. Tolle Bilder hat sie wieder mitgebracht. Die weißen Schlieren sind Möwen, die das Schiff begleitet haben. Die haben aber während der Belichtungszeit nicht still gehalten und das Schiff hat auch geschaukelt.
Oh man, das war so toll. Glücklich sind wir alle eingeschlafen.
13.10.
Früh haben wir in Honigsvåg festgemacht. Heute steht das Nordkapp und der berühmte Globus auf dem Plan. 2.Abfahrt war gebucht. Also in Ruhe frühstücken und fertig machen. Wir sind etwas früher raus und haben uns etwas umgesehen. Direkt am Hafen natürlich ein Souveniershop und Trolle. Schiffsschrauben-Teile standen da auch rum. Was ich sehr interessant fand, war der Ständer mit dem Stockfisch dran.
Da stand auch ein Denkmal für einen Hund. Der hieß Bamse. Soll angeblich früher ein Tiket um den Hals gehabt haben, um sein Herrchen jeden Abend aus der Kneipe abzuholen. Er hat jedoch im 2.Weltkrieg auch ganz vielen Menschen auf See das Leben gerettet. Von dem Denkmal gibt es wohl drei Stück auf der Welt. Und ich durfte auf seinem Rücken reiten.
Bevor der Busfahrer losfahren durfte, musste ich natürlich erstmal gucken, ob alles in Ordnung ist. Mein Ticket für die Nordkapp-Hallen habe ich auch gleich bekommen.
Okay, alles in Ordnung. Der Bus kann losfahren. Da es bei einer anderen Frau keinen Anschnallgurt gab, hat schnuff dem Paar angeboten die Plätze zu tauschen. Naja, die Frau hat dann meinen Platz bekommen, aber der Mann blieb sitzen. Doof, denn nun konnten wir keine Fotos während der Fahrt machen. So wird Freundlichkeit heutzutage bestraft. Schnuff lernt aber auch nicht. Egal, wir sind heil am Nordkapp angekommen. Die Menschen sind dann alle aus dem Bus gedrängelt. Gut das kann ich auch. Am Globus natürlich gleich Gedränge. Nein, ich will ein Foto alleine, ohne egoistische Menschen. Also laufen wir erstmal etwas durch die Gegend und machen Fotos von der anderen Seite.
Oh toll, ich habe nun auch einen kleinen Troll zum Freund. Das ist Olav.
Wir befinden uns nun in Höhe des 71. Breitengrades. Pah ich war schon bei Moffen am 80. Breitengrad. Trotzdem ist es toll hier zu sein und wir haben so ein Glück mit dem Wetter hier. Dafür hat es sich gelohnt, die Sturmtage auf See zu überstehen.
Komm, wir gehen mal drinnen gucken. Ich brauch noch einen Magneten. Oh hier sind auch Trolle. Die verkaufen auch Sachen von Eisbären. Dabei bin ich der einzige Eisbär am Nordkapp. Rentiere gab es letzte Woche noch etwa 15-20 Tausend. Die wurden nun aber alle aufs Festland getrieben. So ähnlich wie ein Alm-Abtrieb. Als Kuscheltiere gab es sie aber ganz viel.
Hier oben kann man auch campen. Das hier ist ein tolles Mobil. Ich hab ganz lieb geklopft, aber keiner hat mich reingelassen. Na gut, dabei hätte ich mir das gern angeschaut. Die waren übrigens aus Brandenburg. Lauf ich eben weiter. Der Schneepflug steht schon bereit. War aber auch abgeschlossen und an dem Quad steckte kein Schlüssel.
Am Globus sind immer noch viele Leute, also gucke ich mir die Kunst von den Kundern an.
So, nun wird es aber langsam Zeit für den Globus. Kaum noch Leute da. Los komm schon, eh ein neuer Bus kommt.
Nun ist die Zeit schon wieder um und ich muss erneut gucken, ob mit dem Bus alles in Ordnung ist. Passt, kann losgehen. Auf der Rückfahrt passt Schnuff auf, dass ihr nicht wieder so was wie auf der Herfahrt passiert. Und das war richtig so. Wir sehen nämlich ein Rentier. Und das tolle ist, es war ein weißes. Davon gibt es unter 15000 etwa 1-5, die weiß sind. Und es gibt ein paar Bilder von unterwegs. Sag mal, meinst Du wir können das Haus da kaufen?
Zurück am Hafen stürzen die meisten Menschen zum Schiff, weil sie noch Mittag bekommen wollen. Wir wollen aber auf den Hausberg wandern. Unterwegs gucken wir noch in einem Souvenier-Geschäft vorbei. Cooles T-Shirt. Leider nur Kindergrößen. Leider steht da wieder ein ausgestopfter Verwandter von mir. Und was ich noch schlimmer finde, da liegt ein Fell für 18.000€. Ich bin so entsetzt, das ich direkt weglaufe.
Ich weiß, es gibt Deppen die sowas kaufen, aber mir tut das weh. Schnuff ist auch den Tränen nah. Frustriert machen wir uns auf den Weg zum Berg. Wir wollen die große Runde laufen. Nun komm, sei nicht mehr traurig. Guck mal Blümchen.
Hast Du Dir das gut überlegt, das sieht hoch aus. Ich muss vorher noch schnell was trinken. Meinst Du, dass ich die Beeren essen kann. Ein wenig Hunger habe ich schon.
Wir stapfen tapfer den Weg nach oben. Das ist schön manchmal echt steil.
Auf dem Weg sind immer Steingarten. Die zeigen den Weg. Tolle Aussicht von hier oben. Die Sonnenstrahlen sehen toll aus.
Schau mal, hier wächst ein kleiner Pilz.
Ziel des Weges ist ein Aussichtspunkt, von wo man einen tollen Blick auf das Schiff hat. Also weiter, es wird früh dunkel hier oben. Ein paar Stufen müssen wir noch klettern. Was in dem roten Kasten ist, kann ich nicht mehr erkennen, da wieder sinnlos Aufkleber drauf sind.
Wir haben dann endlich den Punkt gefunden. Die Sonne geht aber auch bald unter.
So nun aber nichts wie zurück. Treppen, gaaanz viele Treppen. Oh schau mal, Indian Summer auf norwegisch.
Los komm, die letzten Stufen, dann haben wir es geschafft und Du dir dein Abendbrot verdient. Die untergehende Sonne ist wunderschön. Die Beeren sehen so lecker aus.
Das war die Wanderung auf dem Hausberg mit der Nordkapptrappa. Sehr schön. Am Fuß der Treppe ist ein alter Friedhof. Ich finde, es gibt schlimmere Plätze für die letzte Ruhe.
Schnell zurück zum Schiff. Wir haben dem Dicken zum Trost eine Gletscherbrause in Bärchenflasche mitgebracht. In diesen Körben werden die riesigen Krabben gefangen. Als wir Honnigsvåg verlassen, scheint der Mond in den Fjord gefallen zu sein.
14.10.2025
Ich kann unser Glück kaum fassen. Der Dicke und ich haben natürlich wieder am Fenster gesessen und Wache gehalten. Da waren sie wieder.
Nein, wir brauchten nichts sagen, Schnuff war schon wieder wie ein Blitz in ihren Sachen und weg war Sie. Heute gab es sogar zwei Farben.
Das ist so wunderschön und mystisch. Schnuff ist total happy....
Heute Morgen haben wir in Hammerfest festgemacht. Leider gibt es eine erneute Sturmwarnung und wir können die Lofoten nicht anlaufen. Schade, aber trotzdem sind wir glücklich und zufrieden, dass wir das bisher erleben durften. Einen herrlichen Sonnenaufgang gab es auch. Ich glaube, zu Hause müssen wir dann erstmal ausschlafen.
Nach dem Frühstück ging es in die Stadt. Naja was man nicht alles Stadt nennt. Sie nennt sich auch die nördlichste Stadt. War sie auch, bevor Honigsvåg Stadt wurde. Egal, rein in den Shuttlebus und los. Na gut das hätten wir auch laufen können. Da drüben steht das Schiff.
Damit ihr nicht vergesst, wo ich gerade bin, hier nochmal ein Bild. Oder auch zwei. Falls Ihr mich nicht seht, ich sitze zwischen e und r oben drauf.
Hier ist der Eisbär großes Thema. Die hier dachte gleich ich bin ein Junges und wollte mich wegschleppen. Das fand der Andere garnicht so toll und hat mich keines Blickes gewürdigt.
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