04.02.2026

Ich bin schon ganz aufgeregt. In zwei Tagen geht es los. Wir haben schon unsere Arctic-Klamotten rausgeholt. War ja auch hier zu Hause die letzten Tage richtig kalt. Die Stiefel wurden nochmal mit dem Pflegemittel frisch gemacht. Heute wird gepackt und der halb volle Koffer zu Cari gebracht, damit sie ihre Sachen packen kann. 

05.02.2026

Der halbe Koffer ist nun auch fertig (naja 9kg-was brauch man schon wirklich?).  Da es hier ja auch kalt ist, kann man einen Teil ja schon anziehen 😆 und dann notfalls mal durchdrücken. Nur noch einmal schlafen und dann wird der Abstand zum Bildschirm im Büro endlich gesund 😂.

Guckt mal, ich hab jetzt sogar meine eigene Bauchtasche. 

06.02.2026

Ohje, Eisregen und Blitzeis. Flughafen BER nicht im Betrieb. Auweia, hoffentlich läuft nachher alles wieder. Unser Flug geht um 15.00 Uhr und alle aus unserer "Reisegruppe" sind extrem aufgeregt. Mein Mensch ist entspannt, sie hat den Code für die Schlüsselbox und mit dem Vermieter die Situation besprochen. Es ist also egal, wann  wir anreisen. Spannend ist, ob der Autovermieter noch auf hat, wenn wir doch später ankommen. Ich geh aber davon aus, dass alles läuft. Und wenn nicht, PURA VIDA, dann ist das halt so. Ändern können wir das eh nicht.

Los Dicker aufstehen, wir fahren wohl mit dem Bus. Das Auto hat einen dicken Eispanzer und die Straßen sind glatt. 

Weil der Dicke sich mal wieder so breit macht im Rucksack, sitze ich heute im "Beiwagen".

Alle sind heil und pünktlich am Flughafen gewesen und das Einchecken lief extrem entspannt ab. Die Security-Controlle war so leer, wie ich sie noch nie erlebt habe. Nun sitzen wir in der Ständigen Vertretung und ich trinke einen Kaffee. Der Rest trinkt Bier.

Bisher läuft alles planmäßig. Der Flieger steht da und laut BER pünktlicher Abflug. 

Oh nein, Flug laut App schon weg, aber offiziell Abflug auf unbestimmte Zeit verschoben. Egal wo oder wen man fragt, keiner weiß was. Nun sitzen wir irgendwo am Gate und warten was da kommen wird. 

Oh, alle schnell zum Gate, alle flitzen los. Nun sitzen wir an einem Gate im Keller und hoffen, dass es wirklich 16.18 Uhr losgeht. Glaub ich aber nicht. Ist ja schon 16.00 Uhr. Ich sitze hier ganz entspannt und denke mir "PURA VIDA". Das hilft. Klar, die Autovermietung macht 20.00 Uhr zu. Na dann nehmen wir halt ein Taxi. 

Oh nein, Bording geht los. Abwarten, noch sind wir nicht drin. 

Ich glaube es nicht, ich sitze im Flugzeug. Daran haben wir schon fast nicht mehr geglaubt. Die Flieger wurden hier der Rangigkeit, nach Strecke/Entfernung abgefertigt. Die armen Leute, die in Tromsø warten um zurück zu fliegen. 

Koffer ist auch schon im Flieger. 

Nun hoffen wir mal, dass alles zügig losgeht.

16:30 Boarding complete, wir haben einen ganze Reihe für uns.  Nun müssen wir zur Enteisung, angemeldet sind wir schon, kann trotzdem noch eine Stunde dauern..... Der hervorragende moderne BER hat nur 3 Enteisungsstationen. Wir rollen jetzt hoffentlich erstmal in die Warteschlange. 

Laut aktuellen Informationen wird die Ankunft in Tromsø 00.25 Uhr erwartet. Ich weiß gerade nicht, ob ich mich da wirklich ärgern soll. Die Chance über den Wolken Polarlichter zu sehen ist rund um Mitternacht recht gut.... 

Neue Durchsage um 17.00 Uhr, wir können direkt zum Enteisen....

Nun 17.20 Uhr warten wir immer noch. Nun gehts los. 

Ich melde mich aus Tromsø wieder....


Wir sind um 20.30 Uhr gut in Tromsø gelandet. Der Flug war sehr angenehm. Gab auch was zu Essen und zu trinken für mich.

Nach der Landung bin ich schnell zum Autovermieter. Hoffentlich bekommen wir unser Auto noch bei soviel Verspätung. Naja, ich hab dann ein wenig mit dem Herren dort geflirtet und hab ein Eisbärauto bekommen. Eine Hybrid. Nun können wir doch weiter fahren.  Alle einsteigen, geht los.

Noch ein wenig einkaufen und dann zur Wohnung. Toller Ausblick. Nun ist es schon kurz vor Mitternacht und ich muss schlafen. 

07.02. 2026

Also wir haben super geschlafen und sind wieder ganz beeindruckt von hier. Das hab ich gestern schon gemerkt. Raus aus dem Flughafen und direkt angekommen. Innerer Frieden. Schnuff war ja schon den ganzen  Tag total entspannt, aber hier noch mehr und anders. Geflutet von Endorphinen. Tolle Luft und tolle Menschen die Norweger. Das Autofahren macht Spaß. Ich glaube, ich muss doch umsiedeln.

Ganz entspanntes Frühstück und Aussicht genießen. Traumhafte Bilder. Das ist unsere Unterkunft (die obere Etage) und unser cooler Hybrid-Flitzer. Leider ohne Spikes an den Reifen.

Nach dem Frühstück geht es los Richtung Sommeroy. Eine kleine Inselrundfahrt. Ich bin ja nun nicht das erste Mal hier, aber noch nie im Februar. Die Lichtspiele sind einfach "amazing". Erster Stop Katjordeidet.

Weiter geht's. Leute, die Straßen sind wie Schmierseife. Das Fahren ist echt anstrengend. Aber ich geb mir Mühe meiner Reisegruppe ein entspanntes Genießen der Umgebung zu ermöglichen. 

So als Fahrer kann ich leider nicht viel fotografieren, aber ich kann anhalten, wenn ich was besonders toll finde.

Die Berge erinnern mich ganz doll an Spitzbergen. Eigentlich möchte ich hinter jeder Kurve anhalten. Ich bin schon wieder total im Schnee-, Berge-, Fjorde- und Norwegenfieber. Mist noch keine 24 Stunden hier und schon wieder mit dem Virus Norge infiziert. Hier sind alle Wasserfälle gefroren. An Einem kann ich anhalten. Hui, eine Eisrutschbahn.

Nach gut 1,5 Stunden Sightseeing-Fahrt erreichen wir die Brücke nach Sommeroy.

Auf der Insel wird ein Stop am Café gefordert. Na gut, also rauf auf den Parkplatz. Oh glatt hier. Wie ihr seht, geht die Sonne schon wieder Richtung Horizont. Teile meiner Reisegruppe trinken Kaffee und futtern was. Ich guck mich lieber um. Guck mal ganz warme Schuhe. Oder hier, die Tragetasche. Klar, ich bekomme wieder nix. Dann wärme ich mich eben ein wenig am Feuer auf.

Wir fahren, äh rutschen noch bis zum Ende der Insel. Hui, hier pfeift der Wind aber. Los ich will an den Strand. Hier könnte ich ewig bleiben. Schaut mal, Seeigel. Ich setze mich mal unter das Eisdach. Die Sonne ist schon heftig.

Ich kann schweben. Oh ist das schön.

Langsam fahren wir zurück. Da steht ein kleiner Leuchtturm.

Die Sonne geht unter und taucht alles in wunderschönes Licht. Ich kann mich garnicht sattsehen. Hab ich meine rosarote Brille auf, oder ist das wirklich so schön?

Noch schnell Einkaufen und zurück zur Wohnung. Ich zieh mich zurück, um euch zu erzählen, was ich erlebt habe. Kochen können die anderen, ich fahr die schließlich die ganze Zeit durch die Gegend. Heute Abend wollen wir mal gucken, ob es noch Polarlichter gibt. Naja, was soll ich sagen? Abendessen wurde jedenfalls kalt. 

Nach dem Essen sind wir zur Eismeerkathedrale gelaufen. War schon echt kalt durch den Wind. Aber das war ja zu erwarten, also waren wir auch entsprechend angezogen. Die Kathedrale wie immer schön.

Das ist mir jetzt schon öfter aufgefallen. Hier gibt es an vielen Orten Heizmatten für die Treppen. Sehr sinnvoll. Man erkennt genau den Unterschied.

Mein Mensch hat versucht auf einen der Schneeberge am Straßenrand zu klettern. Hat sie nicht geschafft. Oh schaut mal, ein kleines Iglo mit Kerzen drin.

Abends haben wir dann noch ein wenig Stadt, Land, Vollpfosten gespielt. Naja dazu sage ich jetzt nichts. Ich hab mir zur Feier der Nordlichter ein alkoholfreies Radler gegönnt.

08.02.2026

Die Nacht endete recht abrupt und für mich ziemlich zu früh. Leute, ich brauch meinen Schlaf. Ihr wollt doch sicher durch die Gegend gefahren werden....

Egal. Verrückt ist nur, dass jetzt alle nach dem Frühstück wieder müde sind und hier rumgammeln.

Mal schauen. Das Wetter ist grau in grau und wir wollen heute zu einer Rentierfarm und zu einem Pferdehof.

Gesagt getan, irgendwann sind wir dann losgefahren. Auf der Rentierfarm waren alle Rentiere bei den Touristen. Wahrscheinlich Kreuzfahrer (drei Schiffe im Hafen) die viel fürs Füttern bezahlt haben und eine kurze Schlittenfahrt machen. Sei ihnen gegönnt. Wir laufen erstmal um das Gelände. Weit kommen wir nicht. Aber tolle Schneeberge. Hab mich gleich mal runterpurzeln lassen. Hui das macht Spaß.

Auf dem Rückweg haben wir uns dann doch ein paar Tiere ansehen können. Das war aber Tromsø 12/24 viel schöner. 

Na gut, nun auf zur Ponyfarm. Ich will Fjordpferde sehen. Okay, an der angegebenen Adresse ist kein Pony zu sehen. Hier ist eine Schule. Sonntags ist hier natürlich nix los und so konnte ich ganz entspannt Ball spielen und Schlitten fahren.

Da kommt jemand, los den fragen wir. Oh, wir sind hier falsch, wir müssen noch ein paar Hausnummern weiter. Da stehen rechts und links gaaanz viele Pferde. Wir bedanken uns und fahren weiter. Ja okay, hier und da ein paar Pferde, aber nix Farm, die man besichtigen, oder gar reiten kann. Die Männer maulen auch schon rum...

Wir fahren einfach noch ein wenig weiter und gucken Landschaft. Da ein Streifen Sonne. 

So, hier drehen wir um. Ein Skigebiet für Langläufer. 

Uihh hier ist der Schnee schön weich. Hier mach ich wieder einen Schnee-Engel für Euch.  

Ups, wo bist Du denn. Kann es sein, dass Du bis zu den Knien im Schnee steckst? Ich hab Dich gewarnt und gesagt das der Schnee hier weich ist. Komm ich halt mich am Baum fest und helf Dir raus.

Zurück zu Hause gibt es Pizza....

Danach wollen wir in die Stadt zum Sami-Festival.

Entgegen der Aussage der Dame vom Sami-Dorf war das Festival leider schon gegen 16.00 Uhr zu Ende. Wir haben also nichts mehr mitbekommen.

Na gut, nun sind wir hier, also werden die Souveniershops abgeklappert.  Es gibt die üblichen Verdächtigen zu sehen.

Und ja, der Boden in der Haupt-Touristenmeile ist beheizt und eisfrei. Sonst gibt es gerne mal Rutschbahnen oder heftig hohe Kanten.

Oh, den kenn ich noch nicht und die Kunst ist auch neu. 

Hier wieder der riesige Shop. Das letzte Mal war hier eine Weihnachtslandschaft aufgebaut. Heute ein Trollgarten. Der Elch erzählt mir von den errichten Dingen, die er hier manchmal mit Touristen erlebt.

Der Shop ist gegenüber von der alten Stabkirche in Tromsø. An vielen Orten ist noch die Weihnachtsbeleuchtung. Hier wird schon deutlich auf den Valentinstag hingewiesen.

Auf dem Weg Richtung Hafen kommen wir an einem leuchtenden Rentier vorbei. Dahinter steht eine Gondel auf einem Hänger mit der Aufschrift "Shuttle". Na da können wir fast hinlaufen.

Drei aus der Reisegruppe holen sich einen Glühwein und ich sitz derweil auf der Schaukel.

Nun wollen wir zum Tor zur Arktis. Das letzte Mal hat es so doll geschneit, dass nicht viel zu sehen war. Oh, ob das Boot letztes Mal schon da war, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich es im dicken Schneetreiben aber auch einfach ich gesehen.

Ich glaube es nicht, selbst hier muss man warten. Es wird immer verrückter. Also gut, die Sicht ist heute besser. Da drüben ist die Eismeerkathedrale. Da ist unsere Unterkunft gleich nebenan.

Nun bin ich auch dran. Guckt mal, die Eismeerkathedrale und ich im Tor.

So Leute, ihr habt mir heute noch einen Rentier-Hotdog versprochen. Zweimal habt ihr gesagt "nachher". Jetzt will ich aber meinen Hotdog. Schließlich ist das hier der weltbeste Hotdog. Also Anstellen. Nach knapp einer Stunde sind wir dran. Das ist echt verrückt. Als ich das erste Mal hier war, war es leer, Öffnungszeiten von 12.00 bis 18.00 Uhr und der Hotdog fur 50 NOK, Dezember 2024 Öffnungszeiten von 12.00 bis 19.00 Uhr und der Hotdog für 60 NOK und heute Öffnungszeiten von 11.00 bis 21.00 Uhr und der Hotdog für 70 NOK. Das wird immer verrückter mit den Preisen. Schnuff sagt ja immer, dem Massentourismus kann man nur mit hohen Preisen entgegenwirken.  

Na egal, ich hab jetzt meinen Hotdog und den heißen Kakao. Sie hat mir extra viele Marshmellows drauf gemacht. Lecker.

Nun geht es zurück zur Wohnung und ich geh dann schnell unter die Dusche und schlafen.

Morgen soll es schneien, mal schauen.

09.02.2026

Ja etwas geschneit hat es, aber nur 3-4 cm. Ich hab meinen Mensch zum schieben rausgeschickt, nicht dass wir hinfallen, wenn Polarlichter kommen.

Wir lassen den Tag heute ganz entspannt angehen und frühstücken erst mal ausgiebig. Die Reisegruppe möchte Tromsø im Hellen sehen, schoppen, Pub's testen, in die Ølhallen und ins Museum. Okay Nr. 1 und 5 ist auch fur mich interessant. 

Also ab zum Bus und rein in die Stadt. An der Rakete ist schon wieder eine sehr lange Schlange. Die Letzten stehen bestimmt 1,5 Stunden an. Habt ihr gewusst, das es hier das nördlichste MC der Welt gibt? Ich bisher auch nicht. 

Weiter geht es durch die Ladenstraße. Boah, der ist groß, da trau ich mich nicht ran. Dafür setze ich mich nochmal auf das Kunstwerk.

Ja, ich weiß, das sind tolle Ketten, aber wenn Du mir immer sagst, wir kaufen nix, dann bekommst Du das auch nicht.

Ja siehst Du mal wie das ist. Die Reisegruppe hat fleißig eingekauft und wir wandern weiter zum Hardrock-Cafe. Die sind irgendwie immer anders und ich war ja schon in einigen. Einige Segmente sind aber immer gleich. Am Eingang z.B.

Es wurde wieder fleißig geschöpft und es geht weiter zu den Ølhallen. Das gehört zur, natürlich, nördlichsten Brauerei Mack. Dort soll es 72 verschiedene Sorten Bier geben. Und wenn sie 100 Sorten hätten, bleib ich doch beim Wasser. Der Rest hat sich eine bunte Mischung geholt.

Ich hab mich zwischenzeitlich ein wenig umgesehen. Überall ausgestopfte Eisbären. Das wird mir echt langsam zu viel. 🤐😒

Nun geht es nach nebenan in den dazugehörigen Shop - Kjeller 5. Oh wow, hier kann man alles kaufen, um selber Bier zu brauen.

Na, nun sind die mir ja fast schon wieder sympathisch. Soviel mit Eisbären hier.

Ähm, das hast Du jetzt nicht gemacht, oder? Auch wenn Du das schnell im Rucksack versteckt. Fräuleinchen, ich hab das gesehen. Ich zeig euch das nachher.

Und weiter geht's. Hier ein Gegenstück zum Hardrock. Das Bla Rock. Dem Slogan nach soll man bleiben, bis man krank wird. Das verstehe ich nicht.

Naja, weiter Richtung Hafen zur Tourist-Info. Erstaunlicherweise sind hier die meisten Sachen am Günstigsten. Ein Schaumzuckereisbär, ne den will ich nicht. Vielleicht zu süß. Oh schaut mal, ein Buch über meinen Kumpel Olav, den ich am Nordkap getroffen hab. Die Sprache kann ich aber nicht lesen.

Während die anderen schoppen, schlag ich mir den Bauch mit Salami voll. Aber nur Elch und Rentier, die Wal-Salami fasse ich nicht an. Sag mal, ich hab noch was gut bei Dir. Du weißt doch, wie sehr ich die mag, besonders die vom Rentier.

Wie, ihr habt jetzt echt genug geschoppt? Jetzt geht's ins Museum. Die Reisegruppe will ins Trollmuseum. Ne, das interessiert mich nicht. Wir beschließen uns zu trennen und ich gehe mit meinem Menschen Richtung Polar-Museum. Auf dem Weg am schönen Sami-Shop und einem alten Fischerboot vorbei 

So da ist das Museum. Vorher aber noch ein kleiner Abstecher zu Roald und einem kleinen Walros

Wo ist denn nur der Eingang. Hier, gefunden.

Eintritt 12 Euro, das ist okay. Dazu gibt es einen dicken Stapel Papier, wo alles erklärt ist. Und das in vielen Sprachen. Ach ne, ich will ja hiet drin kein Buch lesen. Danke, wir laufen ohne durch. Von den Polarexpeditionen von Amundsen und Nansen hab ich auf Spitzbergen ganz viel gelernt. Also los. Manchmal ist das Licht hier aber echt doof. Soll wahrscheinlich die Polarnacht imitieren.

Es werden realistische Lebenssituationen zur damaligen Zeit dargestellt.

Ich weiß, das gehört dazu, aber ausgestopfte Tiere machen mich immer traurig.

Hier ist die Einrichtung des Expeditionsschiffes und Eisbrecher Nordhope nachgebildet. Auweia, jetzt hab ich mal kurz nicht aufgepasst und schon hat der Jäger mich in seiner Schlinge.

Na auf jeden Fall hatten die viele Medikamente dabei. 

Hier seht ihr so ein Luftschiff, mit dem die damals gefahren sind und die typische Ausrüstung wenn sie zu Fuß, naja auf Skier, unterwegs waren. Solche alten Bindungen kennt mein Mensch auch noch. Damit hat sie Skifahren gelernt.

Diese Schlitten waren wichtiger Teil der Expeditionen. Damit wurde alles transportiert.

Ich hab mich mal zu den Hunden gesetzt und mich mit ihnen unterhalten. Sie meinen, sie hätten ein gutes Leben, bevor sie ausgestopft sind und sie freuen sich, den Menschen die Polargeschichte näher zu bringen. Dabei hat mir der eine tief in die Augen geschaut. Na gut, dann wird er auch nicht lügen.

Was der Bär jetzt hier zu suchen hat, kann ich nicht ganz verstehen. Ich hab vorsichtshalber über die Strickleiter Reißaus genommen.

Das ist eine herrschaftlichen Einrichtung. Ganz grässlich finde ich aber das Eisbärfell auf dem Boden.

Da muss ich mit dem Herrn Nansen mal ein ernstes Wörtchen reden. Obwohl, wenn ich mir seinen Pfeifenteller anschaue.... oh ich weiß, wer den jetzt gerne haben will.

Das letzte was ich euch zeigen möchte, ist ein Kajak aus Leder. Ich kann mir vorstellen, dass das echt schwer zu paddeln war, wenn das nass war.

So, nun habe ich es endlich mal ins Polarmuseum geschafft. War alles in allem schön anzuschauen.

Gehen wir nochmal zum Tor zur Arctic. Es ist noch relativ hell und das wollten wir doch auch mal im Hellen sehen. Guck, die Eismeerkathedrale ist auch noch nicht beleuchtet.

Nun machen wir uns auf den Weg nach Hause. Die Reisegruppe will nach dem Troll-Museum noch was Essen gehen und ein oder zwei Pubs besuchen. Auf dem Weg entdecke ich noch ein lustiges Verkehrszeichen. Was das wohl bedeuten soll? Zum Einbruch der Dunkelheit sind wir zurück.

Zu Hause werden die Einkäufe ausgepackt. Wie, du hast Dir zwei T-Shirts gekauft!?!? Das ist ja wohl nicht dein Ernst. Oh ähm, Salami für mich. Okay, ich sag nix mehr.

Der Himmel ist recht klar. Mal schauen, ob heute Abend noch was geht...

Hat sich dann reichlich zugezogen, heute sehen wir keine Nordlichter. Gute Nacht.

Mann soll ja nie zu früh aufgeben. Als die polarlichtwarnung kam, sind wir ins Auto gehüpft und losgefahren. Es waren nur ganz schwache Lichter zu sehen. Ziel war der Aurora Hunting Place. Auf dem Weg dorthin wurden die Wolken immer dicker und wir bekamen dichten Schneefall. Kaum noch was zu sehen. Einziger Hinweis waren die Laternen oder leuchtenden Seitenstangen. Mein Mensch hat das aber echt gut gemacht. Kommt auf dem Foto leider nicht so rüber, sah aber aus wie Worp-Geschwindigkeit 😃. Auf jeden Fall waren wir inkognito unterwegs.

Auf dem großen Parkplatz mitten im Nirgendwo haben wir das Auto mal getestet. Es wollte einfach nicht rutschen oder Donuts machen. Okay also safe. Das bringt hier aber nix, also zurück. Wir halten unterwegs immer wieder an, aber leider nur kleine Lichter. Mein Mensch will zur Rentierfarm. Da ist es dunkel. Cari wird ganz nervös, weil sie meint was zu sehen. Also schnell auf den Parkplatz und raus aus dem Auto. Leute, das war so toll. 

Auf dem Weg zurück sehen wir noch ein Zelt mit Herzchen am Strand. Buh bestimmt kalt. Nach Null Uhr sind wir zurück und ich hätte jetzt am liebsten ein Glas Sekt oder so, aber wir trinken ja nicht. Nun aber ab ins Bett und von Norther Lights träumen.

10.02.2026

Ich hab lange gebraucht einzuschlafen gestern, naja war ja schon heute, aber ich war noch so aufgedreht von den Erlebnissen. Nun hab ich in den letzten Monaten doch öfter Nordlichter gesehen, aber ich bin immer wieder von der Magie der Lichter fasziniert. Dieses in den Himmel gucken und hoffen, dass es kommt. Wenn es dann leicht anfängt, die Hoffnung, dass es stärker wird und wenn es dann am Himmel brennt, dieses Bääm-Gefühl. Dieser Moment, in dem man nicht weiß, wo man zuerst hingucken soll. Einfach magisch und mich wühlt das innerlich total auf und überflutet mich mit Glücksgefühlen.

Nun gut, der Tag fing entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück an. Sogar die Sonne schien und der Ausblick war wieder sehr schön.

Kaffee für unterwegs ist fertig und ich sitze bereit. Die Reisegruppe hängt vor der Glotze und ist irgendwie nicht motiviert, sich zu entscheiden, was wir machen. Naja ich warte hier auf euch....

Bis 14.00 Uhr haben wir zu Hause rumgegammelt. Dann ging es los. Können wir nicht den Schlitten nehmen? Nein, okay also  rein in den Bus und rüber in die City. Diese Sonne ist schon wieder am Untergehen. 

Ich finde es spannend, wie man seinen Urlaub auf schoppen, trinken und essen ausrichten kann. Aber ich kann mich ja nicht immer aussondern. Also bin ich mit in die Stadt. Zuerst habe ich mir nochmal die Tromsø Domkirke angeschaut. Ich glaube, die hab ich euch schonmal gezeigt. Egal, hier nochmal. Die ist von 1863 und wurde glücklicherweise nicht zu Brennholz verarbeitet, wie soll viele in den nordischen Ländern.

Auf dem Weg zum Kaffebønna haben wir ein tolles Mosaik gesehen. Im Cafe gab es einen leckeren Carnielboller und Latte Macciato. Als wir aus dem Café rauskommen, sieht der Himmel wunderschön aus.

Für 15.30 Uhr hatten wir uns für eine Brauerei Führung bei Mack angemeldet. Pünktlich waren wir dort und haben unsere Tickets bekommen. Cool mit Eisbär drauf. Wir hatten noch ein wenig Zeit und so habe ich ein wenig die verschiedenen Biersorten studiert.

Zuerst wurde uns ein Film über die Geschichte der Brauerei erzählt. 1834 kam die Familie aus Braunschweig nach Tromsø und gründeten hier am Hafen die Brauerei. Generation nach Generation führte die Brauerei weiter. Nach einem großen Brand wurde neu und größer aufgebaut. Seit glaub ich zwei Generationen ist der Firmeninhaber ein Herr Brenderup. Es gab zu der Zeit keine männlichen Erben und so wurde durch Heirat die Brauerei mit anderem Geschäftsführer, aber weiter unter dem Namen Mack betrieben.

Nach dem Film ging es in eine ehemalige Braukammer. Hier gibt es heute aber nur noch Bilder und einige alte Maschienen, die verschiedenen Kornsorten werden gezeigt und ein Schaubild zum Brauvorgang. Auch hier steht wieder ein ausgestopfter Bär rum. Da gefällt mir das Werbeschild - oder ist das ein Schaukasten? - doch besser.

Weiter geht es eine Wendeltreppe hoch in die noch betriebene Braukammer. Hier am alten Standort ist nur noch eine Microbrauerei und es werden nur noch wenige Sorten hier produziert. Sogar sein eigenes Bier mit einem selbst gestalteten Etikett kann man herstellen lassen. Das soll wohl inzwischen das Hauptgeschäft hier sein. Die große Brauerei befindet sich inzwischen auf dem Festland. 

Hier stehen verschiedene kleine Kessel mit aufgemalten Künstlern. 

Hintergrund ist, dass zu den Bieren aus den Behältern einen QR-Code mit aufs Etikett kommt, mit dem man sich eine Playlist runterladen kann. Außerdem ist das hier auch als Partylokation mietbar. Bestimmt nicht billig. Die Dame die uns alles erklärt, sagt, sie haben hier häufig Events. Daher auch die Musikinstrumente.

Im letzten Raum, den wir besichtigen sind zwei Show-Braukessel. Hier werden alle Zuraten rumgegeben und jeder kann die kosten. Ich hab nix probiert und mein Mensch hat seit dem Frühstücksei Magenprobleme. Ist halt verwöhnt, wenn sie nur Eier von glücklichen Hühnern isst. Als alle schon wieder den Raum verlassen, mach ich noch schnell ein Foto von den Kupferkesseln.

Das finde ich auch sehr interessant. Bierfässer aus Plastik. Selbst hier kommt man nicht an dem Müll vorbei. Sie sollen leichter, länger haltbar und einfacher zu benutzen sein. Naja ich stell mir grade Rocker vor, die auf ihren Harleys Plastikbierfässer transportieren. Komisch irgendwie.

Es gibt auch ein Bier zu kosten. Am Anfang kam die Frage, ob jemand ohne Alkohol möchte. Brav hab ich mich gemeldet und habe jetzt also ein Lite-Bier bekommen. Hat aber nicht geschmeckt und war wohl auch nicht 0,0%. Hat irgendwie angeschlagen. Also blieb es stehen.

Naja, ob das jetzt wirklich sein Geld wert war weiß ich nicht, aber egal. Auf dem Heimweg wird wieder ein wenig gebummelt. Wie kann man nur soviel schoppen. 

Ich schau mir lieber die Sachen an, die draußen sind.  So sehen die Fahrspuren an den Ampeln aus, damit die Fahrzeuge besser bremsen können. Schon echt spitz die Dinger. Ob das unsere Reifen überstehen würden?

Los jetzt aber in den Supermarkt einkaufen und ab nach Hause kochen. Heute gibt es Køtbollar mit Nudeln. Ohje, hoffentlich geht das gut. Der Bauch von meinem Menschlein grummelt immer noch ziemlich.

Ach, das wollte ich Euch noch erzählen, ich hab einen Verwandten von Olav vom Nordkap getroffen. Der hier ist ein wenig größer.

Eben kam wieder ein Nordlichtalarm. Ich glaube, dass wird fur meine Maus nur interessant, wenn der Himmel brennt. Jetzt versuchen wir erstmal mit Tee den Magen zu beruhigen. Naja, ein paar Lichter gab es.. 

Ist natürlich schon wieder voll die Seite.  Hier geht's weiter.